Ägypten
Ägypten ist ein transkontinentaler Staat in Nordafrika und auf der Sinai-Halbinsel mit einer Fläche von etwa 1 Million km². Das Land grenzt im Westen an Libyen, im Süden an Sudan, im Nordosten an Israel und den Gazastreifen. Die Bevölkerung von über 100 Millionen Menschen konzentriert sich entlang des Nils und im Nildelta. Seit 2014 wird das Land von Präsident Abdel Fattah el-Sisi regiert.
Überblick
- Hauptstadt: Kairo
- Bevölkerung: ca. 105 Millionen
- Fläche: 1.001.450 km²
- Wichtige Städte: Alexandria, Gizeh, Luxor
- Amtssprache(n): Arabisch
- Religionen: Islam (sunnitisch, ca. 90 %), koptisches Christentum (ca. 10 %)
- Währung: Ägyptisches Pfund (EGP)
Die wirtschaftliche Bedeutung Ägyptens in der globalen Energieversorgung beruht auf mehreren Faktoren. Das Land verfügt über Erdöl- und Erdgasvorkommen, insbesondere im Golf von Suez und im Mittelmeer. Die Gasfunde im Zohr-Feld seit 2015 zählen zu den größten Entdeckungen im Mittelmeerraum. Die Produktion deckt den Eigenbedarf und ermöglicht begrenzte Exporte. Der Suezkanal stellt eine zentrale Schlagader des globalen Energietransports dar und verbindet die Ölförderregionen am Persischen Golf mit europäischen und nordamerikanischen Märkten.
Die strategische Lage Ägyptens am Suezkanal verleiht dem Land geopolitisches Gewicht. Der Kanal ermöglicht den Transport von Rohöl und Erdgas zwischen Asien und Europa ohne Umweg um Afrika. Die Sumed-Pipeline parallel zum Kanal fungiert als alternative Transportroute für Rohöl. Ägypten strebt den Ausbau als regionales Energiedrehkreuz an, unter anderem durch den Import von Gas aus Israel und Zypern zur Weiterverarbeitung und zum Re-Export.
Verbindungen
Infrastruktur
- Suezkanal – Zentrale Wasserstraße für globalen Energietransport
Nachbarstaaten
- Saudi-Arabien – Regionaler Partner und Golf-Anrainer