Saudi-Arabien Konzession (1933)
Die Saudi-Arabien Konzession vom 29. Mai 1933 markiert den Beginn der amerikanischen Dominanz im Nahen Osten und das Ende des britischen Monopols in der Region.
Hintergrund
König Abd al-Aziz ibn Saud befand sich in einer schweren Finanzkrise, da die Einnahmen aus der Pilgerfahrt (Haddsch) durch die Weltwirtschaftskrise eingebrochen waren. Er benötigte dringend Kapital.
Die etablierten Mächte der Iraq Petroleum Company (IPC) zögerten:
- Sie hielten Arabien geologisch für wenig vielversprechend.
- Das Red-Line Agreement (1928) verbot ihnen unabhängiges Handeln.
- Sie boten nur Ruple-Zahlungen an, während der König Gold forderte.
Der Deal
Standard Oil of California (Socal), als amerikanisches Unternehmen nicht an das Red Line Agreement gebunden, nutzte die Chance. Ihr Unterhändler Lloyd Hamilton, beraten durch den zum Islam konvertierten Briten St. John Philby, akzeptierte die Forderungen des Königs.
Konditionen:
- Ein Sofortkredit von 35.000 Gold-Sovereigns (ca. 175.000 US-Dollar).
- Weitere 20.000 nach 18 Monaten.
- Jährliche Pachtzahlungen.
Dieser Vertrag legte den Grundstein für die Gründung von Saudi Aramco und die Entdeckung der größten Ölreserven der Welt.
Verbindungen
- Iraq Petroleum Company – Der Verlierer
- Red-Line Agreement (1928) – Das Hindernis für die Briten