Iraq Petroleum Company
Die Iraq Petroleum Company (IPC) war das dominierende internationale Ölkonsortium im Nahen Osten von 1929 bis zu ihrer Verstaatlichung 1972. Sie ging aus der Turkish Petroleum Company hervor und operierte als faktisches Monopol, um die Entwicklung der Ölreserven im Irak zu kontrollieren.
Struktur & Bedeutung
Die IPC war der Inbegriff des Kartellwesens (siehe Red-Line Agreement (1928)). Sie produzierte kein Öl für den Eigenverkauf, sondern förderte Rohöl, das anteilig an ihre Muttergesellschaften (Seven Sisters und Calouste Gulbenkian) geliefert wurde. Durch diese Konstruktion konnten die Konzerne:
- Die Fördermenge drosseln, um den Weltmarktpreis stabil zu halten.
- Steuern optimieren (über den Posted Price).
- Konkurrenten vom irakischen Öl fernhalten.
Die Felder
Das wichtigste Asset der IPC war das riesige Ölfeld von Kirkuk, das 1927 entdeckt wurde ("Baba Gurgur"). Von dort aus wurde das Öl über die IPC-Pipelines nach Tripoli (Libanon) und Haifa (Palästina/Israel) ans Mittelmeer gepumpt.