Hedschas

Hedschas (Hejaz) ist eine Region im Westen der Arabischen Halbinsel, die sich entlang des Roten Meeres erstreckt. Sie ist das religiöse, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des modernen Saudi-Arabien, im Gegensatz zum politischen Zentrum im Nadschd (Riad).

Geographie

Der Hedschas besteht aus einer Küstenebene (Tihama) und einer Gebirgskette (Hedschas-Gebirge). Die wichtigsten Städte sind:

  • Mekka – Die heiligste Stadt des Islam
  • Medina – Die zweitheiligste Stadt
  • Dschidda – Die wichtigste Hafenstadt und das Tor nach Mekka
  • Taif – Die Sommerhauptstadt

Bedeutung

Die Region ist als Wiege des Islam von globaler Bedeutung. Die jährliche Pilgerfahrt (Haddsch) nach Mekka bringt Millionen von Gläubigen in den Hedschas. Historisch war die Kontrolle über den Hedschas und die heiligen Stätten (die "Zwei Heiligen Moscheen") die Grundlage für religiöse Legitimität in der islamischen Welt.

Geschichte

Jahrhundertelang stand der Hedschas unter der Oberhoheit verschiedener islamischer Reiche, zuletzt des Osmanischen Reichs. Nach dem Ersten Weltkrieg war er kurzzeitig ein unabhängiges Königreich (Königreich Hedschas) unter den Haschimiten, bevor er 1925 vom Sultanat Nadschd unter Abd al-Aziz ibn Saud erobert und Teil des späteren Königreichs Saudi-Arabien wurde.