William Knox D'Arcy

William Knox D'Arcy war ein britischer Unternehmer, der 1901 die erste große Ölkonzession im Nahen Osten erhielt. Sein Investment führte zur Gründung der Anglo-Persian Oil Company (später BP) und begründete die britische Dominanz über persisches Öl bis 1951.
Biographie
D'Arcy machte sein Vermögen 1882-1889 in der Mount Morgan Goldmine in Australien. Nach seiner Rückkehr nach England überzeugte ihn Henry Drummond Wolff 1900, in persische Ölexploration zu investieren.
Am 28. Mai 1901 erhielt er vom Schah eine 60-jährige Konzession über 480.000 Quadratmeilen – drei Viertel Persiens. Gegenleistung: £20.000 bar, £20.000 in Aktien, 16% der Nettogewinne.
D'Arcy besuchte Persien nie selbst. Nach Jahren erfolgloser Bohrungen stand er 1905 vor dem Bankrott und verkaufte Anteile an Burmah Oil. Der Ölfund bei Masjid-i-Suleiman am 26. Mai 1908 rettete sein Investment.
1909 wurde er Direktor der neu gegründeten Anglo-Persian Oil Company. 1914 erwarb die britische Regierung die Mehrheit; D'Arcy erhielt £900.000 in Aktien.
Bedeutung
- Erste systematische Ölerschließung im Nahen Osten
- Seine Konzession wurde Modell für spätere Abkommen in der Region
- Die ungleichen Bedingungen trugen zur iranischen Nationalisierungsbewegung 1951 bei
Fragen
- Wie beeinflusste die D'Arcy-Konzession spätere Konzessionsverhandlungen?
Verbindungen
- D'Arcy-Konzession (1901) – Der historische Vertrag mit dem Schah
- Anglo-Persian Oil Company – Das aus der Konzession entstandene Unternehmen