Anglo-Persian Oil Company

Die Anglo-Persian Oil Company (APOC) war der erste große britische Ölkonzern im Nahen Osten und der direkte Vorläufer von BP. Sie wurde 1909 gegründet, um das Öl zu fördern, das durch die D'Arcy-Konzession (1901) im heutigen Iran entdeckt wurde.

Geschichte

Gründung

Nach der Entdeckung von Öl in Masjid-i-Suleiman (1908) gründete William Knox D'Arcy mit Unterstützung der Burmah Oil Company die APOC. Es war der erste kommerziell bedeutende Ölfund im Nahen Osten.

Die "Churchill-Entscheidung" (1914)

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg überzeugte Winston Churchill (damals Erster Lord der Admiralität) das britische Parlament, eine Mehrheitsbeteiligung (51%) an der APOC zu erwerben. Das Ziel war die Sicherung der Ölversorgung für die Royal Navy, die im Zuge der Flottenmodernisierung von Kohle auf Öl umgestellt wurde. Infolgedessen wurde die britische Regierung zu einem direkten Akteur in der Ölindustrie und etablierte eine strategische Präsenz im Nahen Osten.

Abadan

Die APOC baute in Abadan die damals größte Raffinerie der Welt. Die Stadt wurde zu einem Symbol für britische Dominanz und spätere anti-koloniale Spannungen.

Umbenennung

1935 wurde das Unternehmen in Anglo-Iranian Oil Company (AIOC) umbenannt, bevor es 1954 zu British Petroleum (BP) wurde.