Rumaila-Ölfeld

Das Rumaila-Ölfeld liegt im Süden des Irak nahe der kuwaitischen Grenze und ist das größte Ölfeld des Landes. Mit geschätzten Reserven von über 17 Milliarden Barrel und einer Fördermenge von rund 1,5 Millionen Barrel pro Tag liefert es etwa ein Drittel der gesamten irakischen Ölproduktion.

Geschichte

Die geologische Struktur wurde in den 1950er Jahren von der Basrah Petroleum Company, einer Tochter der Iraq Petroleum Company, entdeckt. Die kommerzielle Förderung begann 1953. Das Feld teilt sich in Nord-Rumaila und Süd-Rumaila, die unterschiedlich erschlossen wurden.

Nach der Nationalisierung der irakischen Ölindustrie 1972 übernahm die Iraq National Oil Company (INOC) den Betrieb. Rumaila blieb auch während des Iran-Irak-Krieges ein zentraler Produktionsstandort, obwohl die Grenzlage das Feld verwundbar machte.

Der Streit über das grenznahe Rumaila-Feld war einer der Vorwände für die irakische Invasion Kuwaits 1990. Irak warf Kuwait vor, durch Schrägbohrungen irakisches Öl aus dem südlichen Rumaila-Feld abzuzapfen.

Nach 2003 wurde Rumaila im Rahmen irakischer Lizenzrunden an ein Konsortium unter Führung von BP und der chinesischen CNPC vergeben. Seit 2009 wird das Feld von diesem Konsortium modernisiert und die Fördermenge deutlich gesteigert.

Verbindungen

Betreiber

Geografischer Kontext

  • Irak – Standortland
  • Kuwait – Grenznachbar, Rumaila-Grenzstreit

Systemischer Kontext