Masjid-i-Suleyman-Ölfeld

Das Masjid-i-Suleyman-Ölfeld liegt in der Provinz Chuzestan im Südwesten des Iran und ist der Ort der ersten kommerziellen Ölentdeckung im gesamten Nahen Osten. Der Fund vom 26. Mai 1908 markiert den Beginn der Ölindustrie in der Region und veränderte die geopolitische Ordnung des 20. Jahrhunderts grundlegend.

Geschichte

Die Suche nach Öl in Persien begann mit der D'Arcy-Konzession (1901), die dem britischen Unternehmer William Knox D'Arcy die exklusiven Schürfrechte für den größten Teil des persischen Territoriums einräumte. Nach Jahren erfolgloser Bohrungen und drohendem Bankrott wurde am 26. Mai 1908 in Masjid-i-Suleyman in rund 360 Metern Tiefe Öl gefunden.

Der Fund führte 1909 zur Gründung der Anglo-Persian Oil Company (APOC), die zum Vorläufer von BP wurde. Die nahe gelegene Raffinerie Abadan wurde ab 1912 errichtet, um das Masjid-i-Suleyman-Rohöl zu verarbeiten. Die britische Admiralität unter Winston Churchill sicherte sich 1914 eine Mehrheitsbeteiligung an der APOC, um die Umstellung der Royal Navy von Kohle auf Öl abzusichern.

Das Feld selbst war nie besonders groß, seine Bedeutung liegt in der historischen Signalwirkung. Der Fund von Masjed Soleyman löste einen regelrechten Öl-Goldrausch im gesamten Nahen Osten aus und zog die großen Ölkonzerne in die Region.

Verbindungen

Betreiber und Entdecker

Historischer Kontext

Geografischer Kontext

  • Iran – Standortland

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